Mein Kommentar:Die Albträume von gestern sind zurück ! Es ist so weit: Albträume lassen grüßen: Von Anfang an war ich Globalisierungs- und Euro -Skeptiker. Jetzt ist es heraus: Die alten Befürchtungen scheinen sich dann doch zu bewahrheiten.Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich für einigeFirmen Homepages entwickelt habe. Da habe ich nochgeschrieben: Wir fassen die Globalisierung als Chance undHerausforderung auf, nicht als Bedrohung. Es sollte sicheben alles sehr positiv anhören. Wer will schon immer nurWarnungen hören? Das war vor 12 Jahren. Zwar wusste ich auch damals schon, dass das glatt gelogen war. Wir wolltendoch Aufträge aus der Industrie haben. Da kann ich ja denLeuten nicht schreiben, dass sie dabei sind uns bösesanzutun. Nein, wir waren dazu bereit, für Kleines unsereSeele zu verkaufen. Das war eine Tatsache, die mirdurchaus bewusst war. Wir handelten genau wie die Kapitalseigentümer. Die haben ihreProduktion in vermeintlich billigere Länder, wie z.B. China ausgelagert. Nach dem Mottovon Marx und Engels: Die Kapitalisten liefern uns den Strick, mit dem wir sie aufhängenwerden. Wir dürfen ja nicht vergessen, dass China immernoch von Kommunisten regiert wird. Da muss man dochfragen: Sind unsere Firmen eigentlich noch zu retten? Wassind das für Manager? Aber wie gesagt - wir selbst habendabei geholfen und uns diese Lüge zu Eigen gemacht. Oft bin ich für meine Kritiken gescholten worden.Unverbesserlicher und ewiger Pessimist war noch sehrgeschmeichelt ausgedrückt. Man hat mich als Nazibeschimpft. Dabei hatte ich immer von mir den Eindruck,dass ich genau in der Mitte der Gesellschaft stehe. Vielleichtarbeitete mein Verstand einfach eine Spur gründlicher als beianderen Menschen. Aber man kann die Wahrheit auchfühlen und wenn man in sich hinein hört, dann spürt man sieeinfach. Man kann die Wahrheit nicht unterdrücken oder verleugnen. Eine Zeit lang mag das funktionieren. Dann bricht sie sichBahn und sie wird für alle sichtbar und kann nicht mehr geleugnet werden. In Punkto Euro habe ich immer gesagt, dass viele Länder gelogen haben bei derAufnahme in den Euro. Das war doch sonnenklar klar. Aber fast jeder, der diese Ansichtvertreten hat wurde gescholten und verspottet. Ich erinnere mich noch daran, dass derEuro- Skeptiker Professor Dr. Hankel im Fernsehen gesagt hat, es würdenZahlungsausgleiche von Deutschland an die schwächeren Länder erfolgen müssen. DieLänder könnten nach Einführung des Euro ihre Währung ja nicht mehr abwerten. Daswollte natürlich keiner glauben, dabei war das doch absolut korrekt. Argumente dieser Artwurden mit einem Satz abgetan: Das sind doch Spinner, diese ewigen Pessimisten. DasSchlimme daran ist immer noch, dass es keine einheitlichenGesetze für den ganzen Euro-Raum gibt. Faktisch heißt das:Die können machen was sie wollen und wir werden dafür bezahlen. Es müssen also gleicheGesetze eingeführt werden, die auch überall gleichmäßig durchgesetzt werden. Es werdenvermutlich noch viel mehr Länder der Euro-Zone in Schieflage geraten. Damit könnte dasgeschehen, was ich dem Euro schon vor seiner Einführung prophezeit habe: Er könnte keinenBestand haben. Seit 1924 hatten wir die Renten-, Gold-, Reichs-, Ost-, D- mark und den Euro. Das sind 86 Jahregeteilt durch 6 macht ca. 14 Jahre. Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Währung beträgtdemnach 14 Jahre. 9 Jahre Euro sind inzwischen schon rum, dass heißt schon in ca. 5 Jahrenkönnte der Euro kaputt sein. Natürlich ist das kein Beweis, klingt aber durchaus plausibel, wennman sich die Gegebenheiten anschaut. Was, wenn sich auch der letzte Albtraum noch erfüllensollte: Nach Zerfall von Nationalsozialismus und Kommunismus - jetzt könnte auch derKapitalismus zerfallen. Was wird dann? Fangen wir dann wieder mit dem Nationalsozialismusquasi von vorne an? Wird sich herausstellen, dass das Volk sich allein regieren muss? Wirbrauchen einen Neuanfang in der Politik. Mehr Mitsprache des Volkes. Wir brauchen keineweiteren Lügen aus Politik und Wirtschaft. Wir wissen selbst am Besten, wo der Schuh drückt.